Deutsche Mineralogische Gesellschaft

Willkommen auf der Webseite der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft e.V. (DMG)

2025 Carina Silke Hanser, Patricia Marks, Iris L. J. Arndt

Carina Silke Hanser

Carina Silke Hanser hat ihre frühe Begeisterung für Minerale zu einer beeindruckenden wissenschaftlichen Karriere entwickelt. Bereits im Kindesalter begann sie im Schwarzwald Steine zu sammeln, was schließlich zu einem Studium der Geowissenschaften an der Universität Freiburg führte.

Ihre fundierte Ausbildung, ergänzt durch gemmologische Weiterbildungen an renommierten Institutionen, mündete in einer Promotion an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, in der sie sich mit der spektroskopischen Analyse von Beryllen beschäftigte.

Im Rahmen ihrer Forschungsarbeiten hat sie sich intensiv mit der Charakterisierung von Smaragden aus der Chitral-Region befasst und dabei spektroskopische Methoden zur Untersuchung struktureller und farbgebender Mechanismen von Beryllen angewandt. Darüber hinaus war sie an materialwissenschaftlichen Untersuchungen beteiligt, die für die Denkmalpflege und Restaurierung von Bedeutung sind.

Ihre Expertise erstreckt sich auf die Diagnostik und Analyse historischer Materialien, wodurch sie interdisziplinär zwischen Mineralogie, Geochemie und angewandter Materialforschung arbeitet. Ihre vielseitigen Forschungsarbeiten in der Mineralogie und Gemmologie wurden in mehreren Fachpublikationen veröffentlicht und finden international große Beachtung.

Der Beate-Mocek-Preis wird ihr ermöglichen, den fachlichen Austausch auf internationalen Konferenzen weiter zu intensivieren und ihre innovative Forschung noch sichtbarer zu machen.

Patricia Marks

Patricia Marks hat sich als herausragende Nachwuchswissenschaftlerin in der experimentellen Mineralogie etabliert. Ihre Forschung konzentriert sich auf die H₂O-Entgasung in hydrierten Silikatschmelzen – einem Schlüsselprozess für explosive Vulkanausbrüche.

Sie verfügt über umfassende Erfahrung in Hochdruck- und Hochtemperaturtechnologien sowie in analytischen Methoden wie Elektronenstrahl-Mikrosondenanalyse, Rasterelektronenmikroskopie, Karl-Fischer-Titration, FTIR- und Raman-Spektroskopie.

In ihrer Dissertation untersuchte Patricia Marks die Wechselwirkungen zwischen mafischer und felsischer Schmelze sowie das Entgasungsverhalten des Laacher-See-Phonoliths. Ihre Experimente zeigten, dass bimodale Wechselwirkungen hochvesikuläre Zonen erzeugen, die den Magmenaufstieg beschleunigen und explosive Eruptionen intensivieren können. Diese Forschung liefert wichtige Erkenntnisse über die Mechanismen explosiver Vulkanausbrüche.

Ihre Ergebnisse hat sie auf internationalen Konferenzen präsentiert und in renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht. Sie kooperiert mit Forschungseinrichtungen wie dem Bayerischen Geoinstitut und der Sapienza-Universität Rom, unter anderem bei Untersuchungen des Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai-Ausbruchs von 2022 (submariner Vulkan im Inselstaat Tonga im Pazifik).

Mit dem Beate-Mocek-Preis möchte sie ihre Teilnahme an der International Volcanological Field School GEOS 424/624 in Alaska finanzieren. Diese Exkursion bietet wertvolle Einblicke in vulkanische Prozesse und stärkt ihr internationales Forschungsnetzwerk.

Patricia Marks’ herausragende Arbeiten tragen wesentlich zum Verständnis explosiver Vulkanausbrüche bei und machen sie zu einer würdigen Preisträgerin.

Iris L. J. Arndt

Iris L. J. Arndt ist Geochemikerin und spezialisiert auf die Anwendung innovativer Methoden zur Rekonstruktion vergangener Umweltbedingungen. In ihrer Dissertation untersucht sie Riesenmuscheln, um mithilfe geochemischer Isotopen- und Elementanalysen präzise Rückschlüsse auf die Paläoumwelt im späten Miozän zu ziehen.

Dabei nutzt sie die isotopischen Zusammensetzungen von Kohlenstoff, Sauerstoff und Strontium sowie die Konzentrationen von Spurenelementen wie Barium, Magnesium und Natrium in Muschelschalen. Diese Herangehensweise ermöglicht es ihr, saisonale Temperaturschwankungen von bis zu 4 °C zu rekonstruieren – ein Wert, der etwa doppelt so hoch ist wie die heutigen saisonalen Schwankungen in der Region.

Ihre erste Publikation aus diesem Projekt (eingereicht) liefert bedeutende δ18O-Daten, die als Grundlage für zukünftige Studien zur Klimadynamik des späten Miozäns dienen können. Als nächstes plant sie Dual-Clumped-Isotopie-Messungen an rezenten Muscheln, um die saisonalen Veränderungen zwischen Temperatur und Meerwasser-δ18O mit noch höherer Auflösung zu untersuchen.

Ihr innovatives Projekt hat das Potenzial, die Forschung im Bereich der Paläoumweltrekonstruktion maßgeblich voranzutreiben. Besonders hervorzuheben ist zudem ihr Engagement für die Förderung von Frauen in den Geowissenschaften. Der Beate-Mocek-Preis unterstützt nicht nur ihre Forschung, sondern trägt auch dazu bei, ihre wissenschaftliche Karriere zu stärken, indem er ihr ermöglicht, ihre Methoden und Ergebnisse einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Carina Hanser

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Patricia Marks

Patricia Marks

Iris L. J. Arndt

Iris L. J. Arndt

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