Jahrestagung Archäometrie und Denkmalpflege in Mainz 2015

Die Jahrestagung „Archäometrie und Denkmalpflege 2015“ fand vom 25. bis 28. März 2015 in Mainz statt. Die örtlichen Ausrichter waren das Institut für Geowissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität (JGU), das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM) und das Institut für Steinkonservierung e.V. (IFS). Tatjana Gluhak, Susanne Greiff und Karin Kraus bildeten das organisatorische Kernteam vor Ort.

Die Tagung richtete sich vornehmlich an Teilnehmende aus dem Arbeitskreis Archäometrie der Gesellschaft Deutscher Chemiker GDCh, der Gesellschaft Naturwissenschaftliche Archäologie – ARCHÄOMETRIE (GNAA) e.V. und des Arbeitskreises Archäometrie und Denkmalpflege der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft DMG, sowie fachlich verwandter Nachbarverbände. Dementsprechend war auch das Wissenschaftliche Komitee zusammengesetzt, das u. a. für die Auswahl der Beiträge zuständig war.

Die Tagung fand in Räumlichkeiten der Johannes Gutenberg-Universität statt und verzeichnete einen Rekord an Beiträgen, so dass nur ein Bruchteil in Form von Vorträgen angenommen werden konnte. Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugten sich in 40 Vorträgen und fast 30 Postern von der Bandbreite und Qualität der deutschsprachigen Forschungslandschaft in Sachen Archäometrie und Denkmalpflege. Der stetig wachsende und sehr aktive wissenschaftliche Nachwuchs war ausgesprochen präsent, was für die zukünftige Entwicklung der Fachrichtung innerhalb der Forschungslandschaft sehr erfreulich ist. 

Prof. Dr. Robert Fuchs (Köln) fesselte am 25. März in seinem öffentlichen Abendvortrag eine große Zuhörerschaft mit Hintergrundinformationen zu Bilderfälschungen.

Der gut besuchte Festabend mit einem rheinhessischen Buffet fand im Museum für Antike Schifffahrt statt, wo die Studierenden des dualen Studiengangs „Archäologische Restaurierung“ des RGZM mit ihrem aufmerksamen Service die Gäste bewirteten. Nach kulinarischer „Arbeit“ wurden den Feiernden Führungen durch die Ausstellung und die Labore für Nassholzkonservierung angeboten.

In der Abschlussexkursion stellte sich die Mayener Außenstelle des Römisch-Germanischen Zentralmuseums mit ihren aktuellen Projekten im Kompetenzbereich Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte und dem Labor für Experimentelle Archäologie vor, wo Experimente in einem rekonstruierten mittelalterlichen Keramikofen durchgeführt werden. Ein Besuch bei dem römischen Tuffbergwerk Meurin und der kurz vor der Eröffnung stehenden „Antiken Technikwelt“ mit Großmaschinen des römischen Bauwesens standen ebenfalls auf dem Programm. 

Der gedruckte Tagungsband mit einem Seitenumfang von 272 Seiten wurde dankenswerterweise vom Deutschen Bergbau-Museum Bochum gesponsert.