Ziele des Arbeitskreises

Im Arbeitskreis Archäometrie und Denkmalpflege der DMG haben sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammengeschlossen, die mit naturwissenschaftlich-technischen Methoden und ihrem materialspezifischen Fachwissen zur Erhaltung und Erforschung von Kunst- und Kulturgut beitragen. Das komplexe, interdisziplinäre Arbeitsfeld bildet die Schnittstelle zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Archäometrisch Forschende sind jedoch nicht nur analytische Dienstleister, sondern verfolgen auch ein eigenständiges wissenschaftliches Erkenntnisinteresse. Die Forschungen finden in der Regel an Hochschulen, Museen, Landesdenkmalämtern sowie an Forschungseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft oder Fraunhofer-Instituten statt. Auch private Labore sind auf diesem Sektor tätig.

Strukturelle Ziele des Arbeitskreises sind die Intensivierung des Erfahrungsaustausches unter den Mitgliedern, die auf dem Grenzgebiet zwischen Altertumswissenschaften, Kunstgeschichte und Naturwissenschaften arbeiten, und die Vermittlung neuer Kontakte zwischen Naturwissenschaftlern und Geisteswissenschaftlern. Außerdem soll das Arbeitsfeld innerhalb der Geo- und Materialwissenschaften weiter propagiert, aber auch der interessierten Öffentlichkeit näher gebracht werden. Darüber hinaus wird eine verstärkte Implementierung in der Lehre sowohl geisteswissenschaftlicher wie naturwissenschaftlicher Fächer angestrebt. Die Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf diesem Spezialgebiet ist ein zentrales Anliegen des Arbeitskreises.

Der Arbeitskreis Archäometrie und Denkmalpflege wechselt sich bei der Veranstaltung der Tagung „Archäometrie und Denkmalpflege“ mit anderen archäometrisch arbeitenden Fachvereinigungen ab, wie der Gesellschaft für Naturwissenschaftliche Archäologie ARCHAEOMETRIE e.V. (GNAA) und dem Arbeitskreis Archäometrie der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. (GDCh). Die Tagungen finden alle anderthalb Jahre, im Wechsel als Herbst- und Frühjahrstagung statt.Darüber hinaus beteiligt sich der Arbeitskreis regelmäßig mit eigenen Sessionen an der Jahrestagung der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft und anderen nationalen wie internationalen Tagungen.Auch die verstärkte Präsenz auf archäologischen wie kunsthistorischen Tagungen wird angestrebt, um das Potential der interdisziplinären Zusammenarbeit zu unterstreichen.