„Schätze der Erde“ – Rohstoffe für unsere Industrie

In unserer Industriegesellschaft deckt die moderne Rohstoffforschung ein weites Feld von Aktivitäten zur Absicherung des Bedarfs an nicht nachwachsenden mineralischen und energetischen Rohstoffen ab. Darin hat die mineralogische Untersuchung einen festen Platz neben geologischen, chemischen, technischen, geophysikalischen und wirtschafts-ökonomischen Methoden.

Die Rohstoffforschung bildet die weltweit etablierte Rohstoffwirtschaft in ihrer gesamten Breite ab. Sie umfasst

  1. die Thematik des Auffindens der „Schätze der Erde“ in Form von Gesteins- und Erzmetallvorkommen (Genese, Aufsuchung und Bewertung von Rohstoffkörpern), 
  2. die wissenschaftliche Begleitung des Abbaus von Lagerstätten,
  3. die Unterstützung bei der Entwicklung und Verbesserung von Verfahren zur Metallextraktion aus dem gewonnenen Erz, 
  4. Beiträge zur Lösung rohstoffpolitischer Fragestellungen wie z.B. aktuellen Problemen des internationalen Rohstoffhandels. 

Für alle genannten Stadien hat es in der letzten Dekade eine rasante Entwicklung der Forschungsapparaturen und -methoden gegeben, woraus sich neue, z.T. bislang ungeahnte Möglichkeiten auch auf dem Feld der Mineralogie ergeben. 

Der Arbeitskreis „Rohstoffforschung“ bietet Kolleginnen und Kollegen aus Universitäten, Industrie und Behörden, die sich mit der lagerstätten- und rohstoffbezogenen Grundlagenforschung bzw. der Angewandten Rohstoffforschung beschäftigen, ein informelles Forum, das der Förderung des Erfahrungsaustausches und der Zusammenarbeit der Mitglieder dienen soll. Gleichzeitig sollen Kontakte und Kooperationen mit fachverwandten Gesellschaften, Organisationen und Arbeitskreisen initiiert bzw. weiterentwickelt werden. Intensive Kontakte sollen mit dem Arbeitskreis „Bergbaufolgen“ der DGGV und dem Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) e.V. gepflegt werden.

Studierenden soll eine Plattform geboten werden, sich über Möglichkeiten ihrer Aus- und Weiterbildung zu rohstoffbezogenen Themen an deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und in der Industrie zu informieren. Die Vernetzung des Arbeitskreises mit Studentengruppen internationaler lagerstättenkundlich orientierter Gesellschaften (z.B. SEG, SGA) bedeutet einen weiteren Informationszuwachs.

Hinsichtlich des Engagements für die Rohstoffforschung auf nationaler Ebene bringt die DMG sehr gute Voraussetzungen mit, da sich in diesem Kontext eine akademische Vernetzung zwischen der Lagerstättenforschung und angrenzenden Fachgebieten wie Geochemie, Petrologie, Angewandter und Technischer Mineralogie als auch der Kristallographie ergibt. 

Der Arbeitskreis „Rohstoffforschung“ sieht seine Funktion in erster Linie in der Planung, Organisation und Durchführung von Kompaktkursen im Rahmen des Weiterbildungsprogramms der DMG, der Mitgestaltung des wissenschaftlichen Programms bei Jahrestagungen der DMG durch Einbringen lagerstättenkundlicher Themen, der Beratung und Mitarbeit bei der Entwicklung von Ausbildungsplänen an Hochschulen und der Kooperation mit Sektionen und Arbeitskreisen aller Gesellschaften des Dachverbandes Geowissenschaften (DGGV, DGG, DMG, PalGes) und anderen Gesellschaften.