79. DMG-Jahrestagung in Potsdam vom 9-14.09.2001


Die 79. DMG-Jahrestagung fand auf dem Campus Golm an der Universität Potsdam statt.
Das Programm der Konferenz, die mit 400 Kollegen gut besucht war, war weitgefächert und repräsentierte ein ausgewogenenes Spektrum aller Arbeitsrichtungen in der Mineralogie. Die Themen der Symposien reichten von der Angewandten Mineralogie über die Lagerstättenkunde bis zu Petrologie und Geochemie. Im Anschluss an die Konferenz konnten sich geländeinteressierte Teilnehmer in einer mehrtägigen Exkursion ins Riesengebirge oder in einer Tagesfahrt zum Thema Denkmalpflege weiterbilden. Bereits während der Konferenz konnten kulturell interessierte an einer Fahrt zum Naturkundemuseum Berlin, an einer Wanderung durch den neuen Garten oder an einem Schlösserbesuch (Sanssouci und neues Palais) teilnehmen.
Die räumliche Trennung der einzelnen Symposien in unterschiedliche Hörsaalgebäude trug Nachteile mit sich, insbesondere wenn Vorträge in Sessions mit anderem Themengebiet gelegt und damit zusätzliche ‚Wanderungen' in andere Hörsäle notwendig wurden.
Im Anschluss an die Vorträge fanden in den Gängen des großen Hörsaalgebäudes ab 17.00 Uhr die Posterpräsentationen auf mehreren Etagen statt. Leider konnten nicht alle Postersessions am Tag der entsprechenden Vortragsreihe abgehalten werden (so z.B. die zum Thema ‚Lagerstätten'), so dass Gäste, die nur für einen Tag anreisten, nicht an beiden Veranstaltungen teilnehmen konnten.
In den Pausen zwischen den Vorträgen wurden Getränke und Backwerk gereicht, leider (und wie so oft) in Einwegbechern. Ich bin sicher, dass jeder, auch gegen einen geringen finanziellen Mehraufwand, die Verwendung von Mehrwegtassen für Kaffee und Tee begrüßt hätte, was ja z.B. in Kiel sehr positiv aufgenommen wurde.
Wer bereits am Sonntagabend anreiste, konnte an einer Icebreaker-Party am Geo-ForschungsZentrum (GFZ) teilnehmen, die jedoch leider recht früh beendet wurde. Ich halte die lockere Atmosphäre einer Icebreaker-Party für ein Kennenlernen oder Wiedersehen im gelockerten Rahmen für sehr bedeutsam, so dass das sehr abrupte Ende sicherlich unglücklich war. Den gesellschaftlichen Höhepunkt der insgesamt gelungenen Konferenz stellte der Gesellschaftabend im Restaurant Aqua im "Art´otel Potsdam" dar. Von studentischer Seite wurde lediglich der hohe Unkostenbeitrag von 60,- DM bemängelt.
Stephan Buhre, Frankfurt
Buhre@em.uni-frankfurt.de